HSi zieht erfolgreiche Bilanz nach der AMB 2018

Die diesjährige AMB – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung – bot etwa 92.000 internationalen Fachbesuchern und 1.500 Ausstellern ein umfassendes Informationsforum. Dieses erstreckte sich über den Werkzeugmaschinenbau, die Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik einschließlich der Qualitätssicherung sowie Mess- und Robottechnik bis hin zu Industrial Software & Engineering. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der metallbearbeitenden Produktion hat der Veranstalter die spezielle Präsentation “Digital Way“ in das Ausstellungsprogramm integriert. Es fand ein entsprechender Kongress statt und die Aussteller von Industrial Software & Engineering verfügten über eine dementsprechende Plattform mit Showcases. 

Die HSi GmbH nutzte dieses Angebot, um ihre Softwarelösungen zur automatisierten Planzeit- und Kostenermittlung sowie Arbeitsplanerstellung zu präsentieren. Grundsätzlich widmet sich das Softwarehaus der Steigerung der Effizienz in der Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Auftragssteuerung. Mit der HSi-Software HSplan steht ein technologieorientiertes Arbeitsplanungssystem zur schnellen und exakten Ermittlung von Planzeiten zur Verfügung. Hierzu greift die Software auf die HSi-Technologiebasis mit ihren vorkonfigurierten Verfahrensbausteinen zurück. Diese Bausteine z. B. für Drehen, Fräsen, Bohren enthalten Regeln und Wertetabellen zur exakten Berechung der Planzeiten. Zum Datenaustausch zwischen HSplan und einem ERP/PPS-System existieren jeweils bewährte Alternativen, die Einrichtung einer individuellen bidirektionalen Schnittstelle, eine Einbettung über einen HSi-Arbeitsgang oder die Möglichkeit einer vollständigen Integration. Des Weiteren zeigten die Besucher Interesse an den nachfolgenden Themen.

Hohe Protokollfunktionalität bei der Arbeitsplanerstellung mittels vollständiger Integration von HSplan in SAP
Mit der Integration von HSplan (HSplan/IS SAP) wird die Arbeitsplanungskomponente in SAP um die Funktionalität der Planzeitermittlung ergänzt. Dies erfolgt, indem zusätzlich zum SAP-Standard unterhalb der Arbeitsvorgänge die Ebene der Arbeitsstufen eingeführt wird. Der Planer bleibt während der Arbeitsplanung und Planzeitermittlung in der ihm vertrauten Systemoberfläche. Eine redundante Datenhaltung entfällt. Seit kurzem hat HSi im Rahmen der Weiterentwicklung der SAP-Integrationslösung die Einbeziehung des SAP Moduls PI (Process Integration) realisiert. Dieses Modul erhöht das Protokollierungs-Niveau und die Übertragungssicherheit. 

CAD-basierte Planzeitermittlung
Der Einsatz der HSi-Softwarelösung HScad ermöglicht den Planern in der Arbeitsvorbereitung eine automatisierte Ermittlung der Planzeiten von Frästeilen auf der Basis von CAD-Daten. Auf diese Weise lässt sich gegenüber der Beschreibung im Dialog eine deutliche Zeitersparnis erzielen. Darüber hinaus bietet sich die Nutzung zur Vorkalkulation im Rahmen einer konstruktionsbegleitenden Kostenkalkulation sowie für Vergleichskalkulationen von Lieferantenangeboten an. Eine grafische Aufbereitung der Daten veranschaulicht die berechneten Ergebnisse direkt im 3D-Modell, und eine Interaktion zwischen Modell und Berechnung wird ermöglicht. Eine manuelle Bauteilbeschreibung durch die Eingabe von Dimensionen ist nicht mehr notwendig. 

HSkalk/TK ermöglicht dem technischen Einkauf Lieferantenvergleichskalkulationen
HSkalk/TK ist ein System zur kompletten Kalkulation von Einzelteilen und Baugruppen. Das Softwaremodul ermöglicht eine schnelle Generierung von technologie- und länderspezifischen sowie betriebswirtschaftlichen Kalkulationsvarianten. Auf der Basis einer transparenten, vergleichenden Kostenkalkulation bzgl. Technologie, Standort und Lieferanten sowie unter Berücksichtigung von Staffelpreisen lassen sich fundierte Entscheidungen treffen. Denn die Auswirkungen auf die Kostenstrukturen (Cost Design) sind eindeutig erkennbar. Der Anwender wird in die Lage versetzt, z. B. bei der Fremdvergabe von Fertigungsaufträgen mit Lieferantenvergleichskalkulationen die Angebote besser bewerten zu können. So lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des kalkulierten Fertigungsvorhabens mit einer Vergleichskalkulation überprüfen.

Digitalisierung der Auftragsplanung und Werkstattsteuerung im Sinne von Industrie 4.0 mit HSauftrag
Mit der Planung hinsichtlich vorgegebener und damit begrenzter Kapazitäten sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet wird eine bessere Kapazitätsauslastung erzielt und somit auch eine realitätsnahe Planung erreicht. Die Abbildung der Kapazitätsauslastungen und Verfügbarkeiten beschränkt sich nicht nur auf die Bearbeitungsmaschinen, sondern bezieht auch die Verfügbarkeit der Mitarbeiter mit ein. Die wesentlichen Neuerungen der Softwarelösung HSauftrag betreffen eine kontinuierliche automatisierte Neuplanung aller eingelasteter Aufträge nach Terminänderungen. Auch nicht realisierte Arbeitsschritte erhalten eine neue Terminierung unter Beachtung der aktuellen Kapazität. Des Weiteren kann eine Rückmeldung der Arbeitsgänge papierlos, etwa über Tablet am Arbeitsplatz erfolgen. Der Werker vor Ort kann die abzuarbeitenden Fertigungsaufträge, mitarbeiter- oder arbeitsplatzbezogen, aus einer Reihenfolgeansicht auf dem Display entnehmen. 

„Hervorzuheben ist unter anderem, dass sich auch Serienfertiger für eine gute und belastbare Kalkulation von Einzelteilen und Baugruppen interessieren, da sie sonst nur zeitintensiv programmiert werden können. Generell war es wieder eine sehr erfolgreiche Messeteilnahme. Kunden sowie auch Interessenten aus China, Indien, Mexico und den USA informierten sich auf unserem Stand. Neben der EMO ist die AMB für uns außerordentlich wichtig. Daher werden wir unsere weiterentwickelten Software-Lösungen zur Planzeitermittlung, Kalkulation, Arbeitsplanerstellung und Auftragssteuerung in zwei Jahren wieder auf der AMB in Stuttgart vorstellen“, zieht Andreas Heß, Geschäftsführer der HSi GmbH, sein Fazit.